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Winfried Schmitz-Esser, Arbeiter für die Professionalisierung
Nur geringes Ansehen genießen zu Anfang der 70er Jahre Archivare und Dokumentare. Besonders deutlich zeigt sich das in den Archiven der Medien, wo Berufsbild und Ausbildung fehlen. Das Lehrinstitut für Dokumentation (LID) der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (DGD) kann den Bedürfnissen der Beschäftigten in den Medienarchiven, die in ihren Betrieben zumeist unabkömmlich sind, weder in puncto berufsbegleitende Qualifizierung noch in puncto Ausbildung entsprechen. Was war zu tun?
Aus den Berufsvereinen heraus, und zusammen mit Gleichgesinnten, organisiert Schmitz-Esser zunächst Fortbildungstage, dann Fortbildungswochen für Medienarchivare und Mediendokumentare, Veranstaltungen, die modulartig zu einem Ganzen zusammengefügt werden können. Ihre Absolvierung wird von den Vereinen - dem VdA-FG7 und dem VDD zertifiziert. Schmitz-Esser tritt dort auch als Lehrer auf.
An der Aktivierung des LID, das über Jahre hinaus die einzige professionelle Ausbildungsstelle in Deutschland bleibt, wirkt Schmitz-Esser weiter mit. Erst in den Neunzigern gelingt es, Berufsausbildung in die Fachhochschulen hineinzutragen und das Berufsbild so zu festigen, dass die Ausbildung auch staatliche Anerkennung findet.
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