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Winfried Schmitz-Esser, Systementwickler und Innovator
Seit Jugendtagen hat er ein Faible für technische Realisierungen und Neuerungen. Er ist Elektronikbastler, technischer Zeichner, Aquarellkünstler, Fotograf - Talent, das er sich bewahrt und einsetzt, wo er kann.
In der Aufgabe, die Pressearchive (Text und Bild) von Gruner+Jahr zu einem schlagkräftigen verlegerischen Instrument umzuformen, sieht der Journalist sofort (ab 1970) eine Chance für den Einsatz elektronischer Rechner und schafft ein europäisches Erstlingswerk, die "G+J-Datenbank für Text und Bild". Sie wird zunächst auf Basis Computer-Assisted Retrieval - CAR und Mikroformen realisiert, eine Lösung, deren technische Grenzen schon wenige Jahre danach absehbar werden
Als zehn Jahre später die digitale optische Speicherplatte erscheint, löst Schmitz-Esser, wiederum als Erster, in einer Großanwendung die Mikroformen ab und verschmilzt zeichencodierte und pixocodierte Formen zu einem einzigen System, - ein Prinzip, das nun technisch anwendbar ist und weltweit Schule macht.
Dieser Durchbruch führt Schmitz-Esser zu anderen Medienunternehmen und weiteren Anwendern in Europa und Übersee, die an seinem Know-How interessiert sind. Er wird für sie teils als Berater, teils als Systementwickler und Innovator tätig.
Das Erscheinen des Internet und der Neuen Medien ändert derweil die Problemstellungen. Nachdem sich jedermann mit Text, Bild und Ton förmlich zuschütten lassen kann, geht es um Ordnung der Quellen und - überhaupt - um Ordnung und Organisation des in ihnen enthaltenen Wissens.
Im Mittelpunkt dabei steht die maschinengestützte Textanalyse und Übersetzung. Hier ist Schmitz-Esser mit seinen Schriften, Systementwürfen und praktischen Projekten in den letzten zehn Jahren mit neuen Ideen hervorgetreten.
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