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Winfried Schmitz-Esser, Spezialist semantischer und linguistischer Relationen
Schmitz-Esser stellt fest, dass bis in die jüngste Zeit hinein unter den Autoren offensichtlich keine klaren Vorstellungen von den Relationen herrschen, die (a) zwischen Begriff und Begriff und (b) zwischen Begriff und Benennung (in einer bestimmten Sprache) existieren. Die allgemeine Konfusion steht einer Nutzung der Relationen für Zwecke der Wissensorganisation und der Bewältigung der Mehrsprachigkeit im Wege.
Für sein Datenmodell trifft er daher eine Unterscheidung zwischen:
Relationen der Klasse I: Relationen, die sich auf die Verhältnisse der Benennungen eines bestimmten Denkinhalts (Topic) in einer bestimmten Sprache beziehen (z. B. Synonym, Polysem).
Relationen der Klasse II: Relationen, die zwischen den Denkinhalten (Topics) bestehen und die (weitestgehend) unabhängig von einer bestimmten Sprache sind. Fußend auf die im KTF gewonnenen Erkenntnisse schlägt Schmitz-Esser bis zu 13 solcher "wesentlicher" Relationen für allgemeine Anwendung vor.
Diese Unterscheidung macht er zur Grundlage seines Modells für ein mehrsprachiges semantisches Netz ("Cobweb").
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